Lexikon rund um das Thema Korb- und Flechtwaren

Dekoration

Blühpflanzen, Palmen und Gehölze sind die meist gewählten Bepflanzungen. Für Orte, zu denen jedoch nur wenig Tageslicht vordringen, ist es eine ausgezeichnete, langlebige und auch sehr pflegeleichte Idee, Pflanzkübel und Körbe mit künstlichen Pflanzen, Lichtobjekten oder künstlerischen Material-Arrangements zu dekorieren. Z. B. dezent und warm leuchtende Lichterketten und attraktives Geäst verschönern Blumenkübel und Körbe zu jeder Jahreszeit und an jedem Ort.

Einsätze in Pflanzgefäßen

Dekorative und präsente Pflanzgefäße bringen ab einer gewissen Größe oft die Frage mit sich, ob man den kompletten Kübel mit Erde oder Granulat befüllen muss, damit die Pflanze an den richtigen Platz gesetzt werden kann und nicht in den Kübel rutscht. Natürlich kann man sich eine „Unterkonstruktion“ basteln, in dem man Beispielsweise große Kübel mit Styropor, Kies oder Holzstückchen füllt. Gleichzeit vergrößert man damit evtl. die Standfestigkeit, vor allem bei hohen, schlanken Pflanzgefäßen, die vielleicht auch nicht windgeschützt stehen. Unsere Kunststoff-Einsätze dagegen bieten eine wunderbare Lösung: Sie sind kleiner als das eigentliche Pflanzgefäß und fassen über dessen Rand. Dadurch sitzen sie sehr sicher und nichts verrutscht oder gerät zwischen Einsatz und Kübelwand. Der Einsatz bietet eine Ablaufmöglichkeit für überschüssiges Wasser, damit keine Staunässe entsteht. Das restliche Volumen des Pflanzgefäßes kann man nun weiterhin bei Bedarf und mit beliebigem Material füllen.

Farbe und Farbwahl bei Pflanzgefäßen

Die Farbe der Pflanzgefäße sollte sich gut in Ihre Umgebung einfügen. Auch wenn die Farbpalette sehr breit gefächert ist, sollte man darauf achten, dass sie ein rundes Bild in Ihrer Einrichtung oder Gartengestaltung ergeben und nicht als störend empfunden werden. Daher sind die “Nichtfarben” schwarz, anthrazit, weiß und metallic die beliebtesten Farben bei Pflanzgefäßen. Sie können mit vielfarbig blühenden Pflanzen bestückt werden, ohne diesen dabei die Show zu stehlen und bei interessantem Blattgrün bleiben sie dezent und unaufdringlich. Eine knallige Farbe bei z. B. Fiberglas-Pflanzgefäßen dagegen kann auch einen perfekten I-Punkt setzen und sich charmant in den Mittelpunkt stellen. Als Faustregel gilt: Je bunter die Gewächse, desto schlichter und zurückhaltender sollte die Farbe des Pflanzgefäßes sein!

Die Farbwahl ist abhängig vom gewünschten Material des Pflanzgefäßes. Die Naturmaterialien bei Korbwaren-Pflanzgefäßen geben, wie der Name schon ahnen lässt, einen Farbton vor, nämlich den der Natur: verschiedene Braun- und Natur-Farbvarianten bieten unzählige Kombinationsmöglichkeiten.

Farbe und Farbwahl bei Korbwaren und Flechtwaren

Wie schon bei den Pflanzgefäßen hängt auch bei den Korbwaren, bzw. Flechtwaren der Farbton vom verwendeten Material ab. Naturgemäß sind Korbwaren und Flechtwaren, die aus natürlichem Flechtmaterial hergestellt wurden, nur in den Naturfarben braun und beige erhältlich, mit der kleinen Ausnahme, dass manche Körbe im Nachhinein mit weißer Farbe versehen werden. Korbwaren, bzw. Flechtwaren aus der Kunstfaser Polyrattan dagegen sind in schwarz und braun verfügbar. Es ist aber anzunehmen, dass es künftig auch viele weitere Farben im Bereich Polyrattan-Korbwaren geben wird. Die Nachfrage in diesem Bereich wird immer größer.

Farn

Farne kommen bis auf wenige lichtliebende Arten fast ausschließlich an schattigen und feuchten Plätzen im Wald, in Mauerritzen, Felsspalten und Schluchten, an Bachufern oder ähnlichem vor, vorwiegend jedoch in den Tropen. Früher wurde der Farn als heilige Pflanze für vielfältige magische Zwecke eingesetzt. In der Medizin ist der Farn vor allem für die Vertreibung von Würmern bekannt. Da der Farn leicht giftig ist, ist die innere Anwendung nicht ratsam. Äußerlich (z.B. als Tinktur aus der Wurzel oder als Kissen mit Blättern) angewendet, ist der Farn ungiftig und wird als Tinktur gerne bei Rheuma, Gicht, Krämpfen, Krampfadern und anderen Schmerzen eingesetzt. Der Farn an sich sieht dem Naturmaterial Rattan recht ähnlich und findet daher auch in der Herstellung von Korbwaren, bzw. Flechtwaren und anderen Wohnaccessoires immer mehr Verwendung und steigert, wie im modernen Gartenbaubereich, auch hier seine Beliebtheit.

Formen

Die Form eines Regalkorbes, einer Wäschetruhe oder eines Blumenkübels ist maßgebend für die gesamte Optik. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Mit der eigenen Form lässt sich ein Accessoires spielerisch in die Umgebung einfügen und passt sich harmonisch an oder wird durch gewollte Gegensätze zum Mittelpunkt und Blickfang.

Frostsicher

„Frostsicher“ ist ein sehr wichtiges Attribut für Pflanzgefäße, Korbwaren und Möbel, die Sie nicht im Haus überwintern lassen wollen oder können. Am besten sind dann Pflanzgefäße, über die man sich auch bei schlechtestem Winterwetter keine Gedanken machen muss und mit denen man sich unbekümmert aufs kommende Frühjahr freuen kann. Dafür eignen sich sehr gut Pflanzgefäße, Korbwaren, Flechtwaren und Möbel aus Polyrattan oder Fiberglas. Auch Pflanzkübel aus Zink können, aber nur eingeschränkt, einem harten Winter standhalten.

Körbe als Pflanzgefäß

Für tolle Bepflanzungen im Haus und Garten lassen sich einfache, aber sehr dekorative Weidenkörbe sehr gut „zweckentfremden“. Diese Korbwaren, bzw. Flechtwaren sollte man vor dem Bepflanzen allerdings mit Folie ausschlagen, die zusätzlich leicht durchlöchert wird, damit überschüssiges Gießwasser ablaufen kann und sich keine ungünstige Staunässe bildet kann. Die Weide an sich bleibt so auch viel länger schön. Pflegeleichter im Außenbereich sind dagegen Korbwaren aus Kunststoff, denn sie sind wesentlich witterungsbeständiger und haltbarer als die Körbe aus natürlichen Materialien.

Korbwaren-Flechtwaren

Mit geflochtenen Korbwaren, bzw. Flechtwaren in allen Größen und Formen erhalten wir uns heutzutage ein modernes und natürliches Raumklima, das zeitgemäße Einrichtung und Tradition perfekt miteinander verbindet. Und das gilt für Korbwaren für den Innen-, sowie für den Außenbereich gleichermaßen.

Die Naturmaterialien für die Korbwaren, die verarbeitet werden, sind Rattan, Weide, Wasserhyazinthe, Farn, Seegras, Schilf oder Binse. Nicht nur Korbwaren, sondern auch Matten, Hüte oder Stuhlgeflechte werden in geschickter Handarbeit gefertigt. Die wohl bekannteste und am häufigsten verwendete Pflanze für das Herstellen von Korbwaren ist die Weide.

Trotz technisierter Ernte der Rohmaterialien für Korbwaren, bzw. Erfindung industriell gefertigter Flechtmaterialien wie Polyrattan, bleibt das reine Flechten der Korbwaren immer reine Handarbeit. Die Arbeitsschritte gliedern sich folgendermaßen: Die Korbflechter fertigen zunächst den Korbboden, geflochten oder aus Holz, von dem aus sie den Korb nach oben flechten. Anschließend wird der sogenannte Kranz darauf montiert. Im letzten Arbeitsschritt veredeln die Korbmacher den Korb, indem sie je nach Kundenwunsch und Verwendungszweck zusätzliche Griffe und Henkel fertigen und den Korb abschließend beizen, wachsen, färben oder lackieren. Allesamt Arbeiten, für die das ganz menscheneigene Geschick und Können notwendig ist und durch keine Maschine ersetzt werden kann

Kübelpflanzen

Eine tolle Variante der Begrünung, bzw. des Gartenbaus ist die Idee, Pflanzen in Pflanzgefäße zu setzen. So können Sie den jeweiligen Standort nicht nur variieren, sondern Ihre nicht winterharten Pflanzen einfach im Kübel geschützt dahin stellen, wo die frostigen Temperaturen Ihnen nichts anhaben können. Auch die Anzucht von Stecklingen direkt im Pflanzgefäß funktioniert wunderbar, da man die größer werdenden jungen Pflanzen nicht mehr umsetzen muss. Eine sehr beliebte und aus dem Süden Europas stammende Kübelpflanze ist der Oleander, der Gärten und Terrassen einen mediterranes Flair verleiht. Olivenbäume, Yucca-Palmen, Eukalyptus, Zitronenbüsche, Ginkgo, Orangenbäumchen und andere Bäumchen und Hochstämmchen eignen sich gut als Kübelpflanzen, da auch die nicht im Freien überwintern können. Auch viele exotische Palmen, Großfarne und Zierbäume sind im Kübel wunderbar anzuschauen. Wichtig bei der Auswahl des Standortes sind die Größe des Pflanzgefäßes und dessen Gewicht. Ideal sind bei „Schwergewichten“ schöne Kübeluntersetzer mit Rollen.

Tipp: Auf Kuebelpflanzen.info und in der Gartendatenbank finden sich viele Beispiele mit Bild und Pflegetipps.

Outdoor – Pflanzgefäße im Garten, im Eingang und auf der Terrasse

Seit je her schmücken wir unseren Garten, die Terrasse oder den Balkon mit Kübelpflanzen, die zusammen mit den passenden Pflanzgefäßen ein wunderschönes Bild ergeben. Traditionell und sehr beliebt sind hier Pflanzgefäße aus Terrakotta und Keramik. Deren Vorteile im Sommer sind allerdings zugleich die Nachteile im Winter: Sie sind porös, atmen und speichern Regenwasser, das an die Pflanzen abgegeben wird. Das aufgenommene Wasser gefriert aber im Winter und ruiniert die Pflanzgefäße mit großer Wahrscheinlichkeit. Ein Umzug der z. T. schwergewichtigen Kübel ins Winterquartier ist also zwingend notwendig, um sie nicht in jedem Frühjahr wieder ersetzen zu müssen.

Eine perfekte Alternative im Outdoor-Bereich für alle Jahreszeitenbieten moderne Polyrattan-Pflanzgefäße, die bei angenehm geringem Gewicht jedem Wetter die Stirn bieten können. Die Kunstfaser Polyrattan ist unverwüstlich bei knalligem Sonnenschein, Regen, Schnee und sogar Frost! Die Temperaturbeständigkeit ist beeindruckend: Von - 85 Grad Celsius bis + 90 Grad Celsius. Polyrattan ist sehr elastisch, strapazier- und widerstandsfähig, witterungsbeständig und pflegeleicht. Da diese Faser keinerlei Feuchtigkeit aufnehmen kann, erfreuen sich auch alle anderen Artikel aus Polyrattan einer hohen Lebenserwartung.

PE-Kunststoff

Die Einsätze für unsere Pflanzgefäße sind aus hochwertigem Kunststoff. Die Einsätze für unsere Pflanzgefäße werden entweder im Spritzguss- oder Rotationsverfahren hergestellt. Sie sind leicht, sehr stabil und passen exakt in die Kübel, sodass sie, einmal bepflanzt, gar nicht in Erscheinung treten.

Pflanzkübel-Blog

Es ist das erste Blog zum Thema Blumen- und Pflanzkübel, von der Firma AE Trade Online, der Adresse im Internet für Pflanzgefäße, herausgegeben. Das Blog handelt von den Materialen der Pflanzkübel, thematisiert verschiedene Anwendungen drinnen und draußen, zeigt Bilder der Pflanzkübel-Typen und erläutert praktisches Zubehör.

Pflege

Produkte aus Naturmaterialien wie Rattan, Wasserhyazinthe oder Weide sind sehr pflegeleicht. Sie brauchen nur gelegentlich abgestaubt oder leicht feucht abgewischt werden. Einmal jährlich empfiehlt sich jedoch eine Extra-Behandlung mit entsprechenden Möbelölen, die man im Einzelhandel bekommt. Solche Öle sorgen dafür, dass das Material seine lebendige Optik behält und durch die leichte Rückfettung nicht brüchig wird. Ein kleiner Insider-Tipp: Geben Sie in eine mit Wasser gefüllte Sprühflasche mit Zerstäuber eine kleine Portion Lederfett. Damit sprühen Sie den Gegenstand ein und reiben mit einem sauberen, trockenen Tuch hinterher darüber. Das ist sehr schnell und äußerst effektiv. Bei Artikeln aus Polyrattan ist eine solche Extrabehandlung allerdings nicht nötig, bwz. wirksam, da es sich um eine Kunstfaser handelt.

Pflanztrog

Ein Trog als solcher ist ein großer, meist flacher Behälter für verschiedenste Zwecke – rund, im Würfel- oder Quaderformat. Der Trog als Pflanzkübel eignet sich ganz hervorragend als Raumteiler oder als Begrenzung im Garten oder auf der Terrasse. Wunderbare Beispiele sind unsere beliebten Pflanztröge „Maxi“ und „Elemento“.

Picknickkörbe

Die freie Natur geniessen - zu zweit oder mit der ganzen Familie. Unter diesem Motto kann man sich ein tolles Picknick vorstellen. Picknickkörbe zeichnen sich vor allem durch eine tolle Kombination von praktischem Nutzen und schönem Design aus. Die nötigen Utensilien wie Teller, Messer und Gabeln werden praktisch verstaut und gleichzeitig bieten Picknickkörbe noch genug Platz, um auch das leibliche Wohl nicht zu vergessen. Dabei sind sie aus schönen Naturmaterialien gefertigt und sorgen so für die richtige Stimmung und Dekoration in der freien Natur.

Die freie Natur kann man auch auf Reisen wunderbar erleben und geniessen. Natürlich eignet sich für eine Reise kein Picknickkorb. Hier muss ein richtiger Koffer her. Am besten eignen sich für Reisen ein robuster Hartschalen-Reisekoffer. Dieser kann auch die ein oder andere Strapaze wegstecken, sollte es einmal in die Natur gehen.

Polyrattan

„Polyrattan“ ist der Name für ein künstlich hergestelltes Flechtmaterial aus Polyethylen, das industriell gefertigt ist und eine langlebige und wetterfeste Alternative zum natürlichen Rattan darstellt. Der Begriff "Polyrattan“ setzt sich aus Polyethylen und Rattan zusammen und ist aus dem Bereich Gartenmöbel und Pflanzgefäße gar nicht mehr wegzudenken. Korbwaren, bzw. Flechtwaren aus Polyrattan sind absolut wetterfest und witterungsbeständig. Sie sind unverwüstlich bei knalligem Sonnenschein, Regen, Schnee und sogar Frost! Die Temperaturbeständigkeit dieser Pflanzgefäße liegt bei – 85° Celsius bis + 90° Celsius.

Portalvase/Portalvasen

Der Begriff „Portalvase“ steht für einen schlanken, hohen Pflanzkübel, der beidseitig vor Ein- und Durchgängen, sowie Toren aller Art aufgestellt wird.

Rattan

Die Rattanpalme (oder Kletter-, bzw. Schilfpalme, Palmrohr oder Rohrliane) ist eine Lianen-artige Pflanze des tropischen Regenwaldes mit dem botanischen Namen „Calamus Rotang“. Rattan wächst am allerbesten im feuchtwarmen Klima rund um den Äquator, also nicht nur in Asien, sondern auch in Afrika, Indien und Australien. Es gibt 600 verschiedene Rattan-Arten, nur etwa 30 davon können kommerziell genutzt werden und viele Arten sind bis heute noch unerforscht. Der Rattan oder Rotang kann bis zu 100 Meter lang werden. Die über die gesamte Länge gleichstarken Äste sind nicht wie Bambus innen hohl und dadurch massiv, aber besonders leicht, biegsam, wetterbeständig und vor allem strapazierfähig. Für die Verarbeitung Rattan wird nach der Ernte zunächst in gleichstarke Stangen von 8 bis 50mm Stärke in unterschiedliche Qualitätsklassen sortiert und je nach Verwendungsart wird es geschält bzw. mit Schale weiterverarbeitet. Rattanstangen sind nur im erhitzen Zustand formbar, kein anderes Holz besitzt derartige Eigenschaften. In Dampfkesseln oder auch von Hand mit einer Flamme wird das Material etwa für 15 Minuten stark erhitzt und anschließend in "Form" gebracht. Rattan Querschnitt: Im Gegenteil zu Bambus (mit dem es oft verwechselt wird) ist es ein massives Material. Aus Rattan wird das Flechtmaterial Peddigrohr.

Wäschetruhe/Wäschekorb

In unserer modernen Zeit, wie auch zu Großmutters Zeiten, ist der Wäschekorb (Wäschepuff) nicht wegzudenken. Den Wäschekorb gibt es als runden Korb mit Henkeln, überwiegend für die zu erledigende Wäsche genutzt, oder auch als Wäschetruhe für die Lagerung von trockener, sauberer Wäsche. Meist sind Wäschekörbe luftdurchlässig gearbeitet, so dass in der Wäsche zurückgebliebene Feuchtigkeit entweichen kann. Oft haben die geflochtenen Körbe im Inneren einen Wäschesack aus Stoff befestigt, um die z. T. sehr feine Wäsche vor dem Flecht-Material zu schützen. So wie früher der Wäschekorb meistens aus Weide geflochten wurde, gibt es heute eine Vielzahl an alternativen Materialien, z. B. Metall, Holz, Stoff, Rattan oder Kunststoff. Zum Transport frisch gewaschener, also nasser Wäsche, werden, bzw, wurden sogenannte Waschwannen benutzt.

Wasserhyazinthe als Flechtware

Die Wasserhyazinthe ist eine ausdauernde, auf stehenden und langsam fließenden Gewässern frei schwimmende krautige Wasser- oder auch Sumpfpflanze, die ursprünglich aus den Tropen Süd- und Mittelamerikas stammt. Anfang des 20. Jahrhunderts kam sie durch einen thailändischen König nach Asien und konnte sich bis heute über die südostasiatischen Inseln hin zur westpazifischen Küste, Indien und sogar bis Afrika ausbreiten. Wachsen und gedeihen kann die Wasserhyazinthe allerdings überall dort, wo es die Temperaturen erlauben: selbst in Europa, wo sie als Zierpflanze für Gartenteiche bekannt ist.

Die Geschichte der Wasserhyazinthe ist die Geschichte einer Pflanze, die zum Super-Unkraut wurde, weil Menschen sie als Zierpflanze kultivieren wollten. Es dauerte einige Jahre bis man den wahren Nutzen dieser Wucherpflanze mit den schönen lilafarbenen Blüten entdeckte. Ein Umweltproblem, zu dessen Lösung heu-te die Herstellung verschiedenster attraktiver Produkte beiträgt. Mit zunehmendem Erfolg werden mittlerweile schöne Dinge aus Wasserhyazinthe in alle Welt exportiert. Unsere Vivanno Artikel sind gute Beispiele dafür. Das hat auch sozial erwünschte positive Wirkungen, denn Ernte und Aufbereitung der schnellwüchsi-gen Pflanze gibt vielen Menschen in den Herkunftsländern Arbeit. Man findet den Rohstoff einfach vor, muss nicht säen, düngen, Zäune bauen, sondern braucht nur zu ernten und tut selbst damit noch etwas Nützliches. Ein Material, das frei verfügbar ist.

Nur die Stiele der Wasserhyazinthe werden zur Verarbeitung verwendet, da Ihre Fasern sind besonders strapazierfähig und leicht formbar sind. Die geschickten Flechterinnen machen die getrockneten, gemangelten und zu Seilen geflochten Stängel unter Wasserdampf wieder biegsam und verarbeiten Sie zu unseren wunderschönen Vivanno Pflanzgefäßen, Truhen, Körben und sogar zu Möbeln und dekorativen Raumteilern. Das wichtige Trocknen vor der Verarbeitung in der Sonne dauert sieben Tage, denn so wird das Material auf natürliche Art konserviert und bleibt, jetzt frei von Schädlingen und Pilzen, viele Jahre haltbar.

Wardsche Kiste

Die „Wardsche Kiste“ (je nach Ausführung auch Kasten oder Flasche genannt), nach dem englischen Arzt Dr. Nathaniel Ward benannt, der sie eher zufällig entwickelte, war ursprünglich ein Container mit Holzwänden und einem gläsernen Spanndach, die die Überlebensrate der wertvollen Pflanzen von 5 % auf 95 % erhöhte! Bis in die 1960er Jahre hinein blieben die Wardschen Kisten die Standardmethode für den Versand von Zier- und Nutzpflanzen.

Der Versand erfolgt heutzutage vorzugsweise in komplett verschlossenen Kühlcontainern, die eine stetige Temperatur von ca. +5° Celsius gewährleisten können. Die Pflanzen sind darin dunkel und fest verschlossen, was eine Kontrolle der Pflanzenqualität oder des Wasserbedarfs ist in dieser Zeit nicht möglich macht. Da im Vorfeld Reisedauer und Wasserbedarf genau kalkuliert wird, ist dies jedoch auch nicht nötig und die exotische Gewächse kommen wohlbehalten am Zielort an.

Weide als Flechtware

Die Weide (Salix) zählt zu den ältesten voreiszeitlichen Blütenpflanzen und wächst heute in der Arktischen Tundra bis in die Tropen und an der Meeresküste bis in hochalpine Lagen. Etwa 50 Sorten der Weide kommen in Europa vor, insgesamt gibt es aber zwischen 350 und 500 Weidenarten. Viele Weide-Arten produzieren kein verwertbares Stammholz, der Wuchs manch einer Weiden-Sorte ist dennoch beeindruckend: bis 25m in die Höhe und je nach Standort in nur 30 Jahren ein Baumdurchmesser von 40 bis 60cm! Die jungen Zweige der meisten Weidenarten sind außergewöhnlich biegsam und zugfest. Die Hanfweide eignet sich besonders gut zum Flechten und wird deshalb auch "Korbweide" genannt.Die Industrie nutzt das Holz der Weide zur Erzeugung von Zellstoff und Holzschliff sowie zur Herstellung von Sperrholz, Span- und Faserplatten. Auch im Weinbau werden hier und da Weidenruten zum Aufbinden der Reben verwendet. Weidenrinde enthält außerdem Salicin, einen Wirkstoff, den schon Hippokrates zur Linderung von Schmerzen empfahl. Die Rinde der Weide selbst kann zur Teeherstellung verwendet werden. Übrigens verwenden auch Wünschelrutengänger gerne einen gegabelten Weidenast. Denn das am Wasser gewachsene Weidenholz soll dieses am ehesten auch anzeigen.

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