Kübelpflanzen-Info: Dieffenbachia – attraktiv und dennoch anspruchslos

DieffenbachiaDie Dieffenbachien gehören zu den Aronstabgewächsen und umfassen laut Wikipedia insgesamt 51 Arten. Sie stammt aus den tropischen Regenwäldern Mittel- und Südamerikas, ist jedoch bei uns lange schon als beliebte Zimmerpflanze „heimisch“.

Ihre ganzjährig grünen Blätter mit unterschiedlich intensiver weißer oder gelber Musterung macht sie besonders attraktiv. Anfänglich stehen viele dieser Blattaustriebe büschelartig zusammen, doch im Lauf der Zeit bildet die Dieffenbachia einen bzw. mehrere Stämme von ca. drei bis 5 cm Dicke, von denen die Blätter ausgehen. Im lauf der Zeit wirft sie vor allem die unteren Blätter ab und kahlt so etwas aus, was aber kein Grund ist, sie zu entsorgen. Man sollte sie dann zusammen mit einer anderen Regenwaldpflanze (z.B. einer Efeutute) in einen größeren Pflanzkübel setzen und kann sich dann weiter an dem schönen Ensemble erfreuen. Altrenativ kann man sie auch radikal zurück schneiden, dann treibt sie aus dem Stamm neu aus.

Standort: Keine direkte Sonne!

Wie viele aus den Tropen stammende Zimmerpflanzen verträgt die Dieffenbachia keine direkte Sonne, braucht es aber dennoch hell. Steht sie zu dunkel, geht sie allerdings nicht ein, sondern verliert nur im Lauf der Zeit ihre hellen Blattmuster. Wohl deshalb wird sie gelegentlich als „Schattenpflanze“ beschrieben, doch schätzen wir sie ja gerade wegen ihrer interessant gemusterten Blätter, sollten ihr also einen geeigneten Platz gönnen. Ein Nordseitefenster ist ideal!

Blattwerk der Dieffenbachia

Pflege der Dieffenbachia

Die Dieffenbachien, die im Handel zu haben sind, gehören mit zu den anspruchslosesten Zimmerpflanzen. Ihrer Herkunft entsprechend sollten sie nicht allzu trocken stehen: tägliches Besprühen tut ihnen sehr gut, doch ist das kein Muss. Es gibt auch sehr schöne Exemplare, die nur selten oder gar nicht besprüht werden, das kommt sehr auf die Luftfeuchtigkeit an, die am Standort herrscht. Auf jeden Fall sollte man die Erde nicht austrocknen lassen, sondern die Dieffenbachia regelmäßig gießen, im Sommer häufiger als im Winter. Düngergaben alle ein- bis zwei Wochen regen das Wachstum an, doch auch hier gilt: es ist kein Muss! Einmal jährliches Umtopfen in frische Erde hat bei manchen Pflanzenfreunden völlig ausgereicht, um lange Freude an der Pflanze zu haben. Und manchmal will man ja auch nicht, dass sie „in den Himmel wächst“.

Auf deutsch heißt sie „Giftahorn“

Dieffenbachia im Pflanzkübel RONDODen Namen „Dieffenbachia“ erhielt das Gewächs zu Ehren des Obergärtners Joseph Dieffenbach (1796–1863) des Botanischen Gartens in Wien. Der alte Name „Giftahorn“ wird praktisch nicht mehr verwendet, vermutlich weil der Handel niemanden vom Kauf der beliebten Pflanze abschrecken will. Doch bei allen Wohnungs-freundlichen Eigenschaften, die die Dieffenbachia aufweist, sollte man nicht vergessen, dass alle ihre Pflanzenteile giftig sind. Nicht „tödlich giftig“, doch zu Hautreizungen und Augenentzündungen kann es schon kommen, wenn man unachtsam mit ihr umgeht. Für Familien mit Kleinkindern und Menschen mit Haustieren ist sie daher nicht die optimale Zimmerpflanze, denn ihr versehentlicher Verzehr kann schwere Reizungen in Hals und Zunge und weitere Symptome hervorrufen, die man lieber nicht erleben möchte.

Überdramatisieren sollte man das allerdings nicht: ich habe selber Jahrzehnte mit Dieffenbachien zusammen gelebt und sie so wie alle anderen Pflanzen angefasst. Ohne je irgend eine negative Wirkung zu verspüren.