Kübelpflanzen-Info: Dracena, der Drachenbaum

Der Drachenbaum gehört zu den beliebtesten Topf- und Kübelpflanzen. Er ist äußerst anspruchslos und kommt in seinen grünen Formen mit wenig Licht aus. Auch Pflegefehler wie zu seltenes Gießen machen ihm kaum etwas aus, was ihn für die Haltung im Büro prädestiniert, wo das ja gerne mal vergessen wird. Trotz seines Namens ist der „Drachenbaum“ aber nicht wirklich ein Baum, sondern gehört als Gattung zur Familie der Spargelgewächse. Optisch wirkt er palmenähnlich und wird deshalb manchmal mit Yuccas und anderen Palmenarten verwechselt.

Drachenbaum in Raumteiler Elemento

Der Drachenbaum hat zwar einen schlanken Stamm, doch anders als bei Bäumen kann dieser sich nicht beliebig weit verzweigen. Sofern die jeweilige Art überhaupt verzweigt, stehen die Äste nur in einem sehr engen Winkel vom Hauptstamm ab, der im übrigen beim Kauf oft noch kaum sichtbar ist.

Weiblicher Drache mit wertvollem „Drachenblut“

Zur Herkunft des Namens Dracena (griechisch für „weiblicher Drache“) gibt es verschiedene Theorien. Zum einen treibt die Pflanze gleich mehrfach wieder aus, wenn man einen Trieb abbricht. Dies erinnert an die „Hydra mit den 7 Köpfen“, die nachwachsen, sobald man sie abschlägt. Eine andere Interpretation bezieht den Namen auf das rote Harz, das die Pflanze bei Verletzungen absondert. Dieses „Drachenblut“ wurde im Mittelalter medizinisch genutzt, später auch zur Veredelung von Holzoberflächen eingesetzt.

Die Drachenbäume umfassen bis zu 150 Arten und sind in den Tropen und Subtropen Afrikas und Asiens sehr verbreitet. Ihre langen schmalen, schwertförmigen Blätter sind mal grün, grün-gestreift oder auch rot-rotbräunlich gerändert.

Drachenbäume als Kübelpflanzen

Von den vielen Arten der Drachenbäume sind nur einige, besonders für die Indoor-Haltung geeignete Arten im Blumenhandel zu haben, darunter Dracaena reflexa (Bild 1), Dracaena draco (Bild 2), Dracaena deremensis, Dracaena marginata und Dracaena fragrans. Was den Standort angeht, so gilt grundsätzlich: je heller und bunter das Blattwerk ist, desto größer ist der Lichtbedarf der Pflanze. Steht sie dunkler, geht sie zwar nicht ein, doch geht die attraktive Blattzeichnung dann oft verloren. Direkte Sonne vertragen die Pflanzen nicht so gut, stellt man sie im Sommer nach draußen, sollte auf ausreichende Beschattung geachtet werden.

Ist der Pflanzkübel groß genug, kann der Drachenbaum – gute Pflege voraus gesetzt – im Zimmer oder Wintergarten über zwei Meter hoch werden!

Pflege und Vermehrung

Dracena im Pflanzgefäß BLOCKDrachenbäume kommen auch mit wenig Wasser aus, doch während der Wachstumsphase im Frühjahr und Sommer entwickeln sie sich bei häufigem Gießen und zweiwöchentlicher Düngung mit Flüssigdünger besonders gut. Staunässe sollte auf jeden Fall vermieden werden, damit die Wurzeln nicht anfaulen. Außerhalb der Wachstumszeit ist das Gießen und Düngen deutlich zu reduzieren, wenn möglich sollte man den Drachenbaum dann auch etwas kühler stellen. Wer dafür keine Räumlichkeiten hat, sollte die Pflanze zumindest gelegentlich besprühen bzw. die Blätter ab und zu feucht abstauben.

Wird der Drachenbaum zu hoch, kann man ihn einfach kürzen. Binnen weniger Wochen wird er unterhalb der Schnittstelle neu austreiben. Abgeschnittene Triebe können ebenfalls zu neuen Pflanzen werden: Blätter abschneiden, in eine Vase stellen – und schon bald werden sich neue Wurzeln und Austriebe bilden. Diese lassen sich dann einzeln oder zu mehreren in entsprechende Pflanzgefäße setzen.